Vom 6. bis 8. Oktober präsentiert sich unser Kunde Toologic auf der niederländischen Fachmesse METAVAK – mit einem Messeauftritt, den wir bei albuera design gestaltet haben.Wir wünschen dem toologic-Team erfolgreiche Messetage und viele gute Gespräche!
WordPress oder Vibe Coded? Warum eigentlich „oder“?
Die Frage taucht bei fast jedem neuen Projekt auf: WordPress oder komplett individuell entwickelt? Beide Lager haben gute Argumente, und beide haben recht – nur eben für unterschiedliche Teile eines Projekts. Genau deshalb stellen wir die Frage bei albuera design inzwischen anders: nicht „WordPress oder Custom-Code“, sondern „wie viel von welchem?“ Die klassische Entweder-Oder-Logik WordPress punktet mit einem riesigen Plugin-Ökosystem, einem Redaktionssystem, das auch Nicht-Techniker bedienen können, und einem Preis-Leistungs-Verhältnis, das für die meisten Websites völlig ausreicht. Der Nachteil: Sobald es um individuelle Interaktionen, performante Frontends oder maßgeschneiderte Logik geht, stößt man schnell an Grenzen – oder häuft Plugin über Plugin, bis die Seite trotzdem langsam und unübersichtlich wird. Komplett individuell entwickelte („vibe gecodete“) Websites sind das genaue Gegenteil: maximale Freiheit, maximale Performance, maßgeschneidert bis ins letzte Detail. Der Preis dafür: Ohne technisches Know-how kann der Kunde selbst keine Inhalte mehr pflegen, und jede kleine Änderung geht über die Entwicklung statt über einen einfachen Redaktionsbereich. Unser Ansatz: kein Entweder-Oder, sondern ein Regler Statt uns für ein Lager zu entscheiden, denken wir das Ganze inzwischen als Spektrum – und legen für jedes Projekt individuell fest, wie viel von welcher Seite zum Einsatz kommt: Und selbst innerhalb dieser Kombination lässt sich heute steuern, wie viel von WordPress tatsächlich übernommen wird und wie viel individuell entwickelt ist – und umgekehrt. Es ist kein Alles-oder-Nichts mehr, sondern ein Regler, den wir je nach Projekt, Budget und Pflegeanspruch des Kunden passend einstellen. Was das konkret bringt Warum das erst jetzt praktikabel wird Diese Flexibilität ist technisch nicht neu – Headless-WordPress-Setups gibt es seit Jahren. Neu ist, wie schnell und wie feinjustiert sich so ein System heute aufbauen lässt. Was früher ein größeres Entwicklungsprojekt war, lässt sich mit KI-gestützter Entwicklung inzwischen in überschaubarer Zeit realisieren – und wird dadurch auch für kleinere und mittlere Kundenprojekte wirtschaftlich sinnvoll, nicht nur für Großprojekte mit entsprechendem Budget. Fazit „WordPress oder individuell entwickelt“ ist die falsche Frage. Die richtige lautet: Wie viel Kontrolle soll wo liegen – beim Kunden (Inhalte) oder bei uns (Technik und Design)? Mit der richtigen Architektur ist das kein Kompromiss mehr, sondern eine bewusste Entscheidung für jedes einzelne Projekt.
Warum ein KI-Plakat dem anderen gleicht (und was das für dein Projekt bedeutet)
Man erkennt es fast auf den ersten Blick: die riesige, schräg gestellte Pinselschrift-Headline mit hartem Schlagschatten, der grelle Explosions- oder Sonnenuntergangs-Hintergrund, der runde Badge mit fetter Prozent- oder Preisangabe, und ganz unten die Info-Leiste mit Icon-Symbolen für Datum, Uhrzeit und Ort. KI-generierte Plakate haben inzwischen einen eigenen, sehr wiedererkennbaren Stil entwickelt – unabhängig davon, wofür sie eigentlich werben sollen. Warum das passiert KI-Modelle wie ChatGPT oder andere Plakat-Generatoren wurden mit Unmengen an Design-Daten trainiert – und statistisch gesehen ist ein bestimmter Stil im Web einfach am häufigsten vertreten: laut, dramatisch, mit maximalem Kontrast und Dringlichkeits-Sprache. Die KI generiert nicht das, was zu einer Marke passt, sondern das, was im Durchschnitt am wahrscheinlichsten als „aufregendes Plakat“ erkannt wird. Das Ergebnis: Ein Elektronikmarkt mit Black-Friday-Sale und ein Musikfestival im Sommer bekommen im Zweifel exakt dasselbe Grundgerüst vorgeschlagen. Der typische Ablauf bei Kunden Die erste Reaktion ist oft Begeisterung: In Sekunden entsteht etwas, das laut, bunt und „fertig“ aussieht – ganz ohne Briefing, ganz ohne Wartezeit. Genau das macht die Verlockung so groß. Die Ernüchterung kommt meist erst später, wenn der Kunde merkt: Das Plakat hat keine Verbindung zur eigenen Marke, wirkt austauschbar, und andere Sale-Plakate oder Festival-Ankündigungen aus komplett anderen Branchen nutzen zufällig fast dieselbe Bildsprache. Spätestens dann taucht die Frage auf, ob ein Designer „das noch retten kann“ – oder ob man direkt neu denkt. Warum „retten“ oft schwerer ist als neu anfangen Ein KI-Plakat nachträglich in eine echte Markenidentität zu überführen bedeutet meist mehr Aufwand als ein Design von Grund auf zu entwickeln. Die Struktur ist bereits gesetzt, die generischen Entscheidungen (Schriftstil, Farbdramaturgie, Icon-Leiste) sind tief eingebettet, und der Kunde hat sich emotional oft schon an das erste Ergebnis gewöhnt. Häufig ist der ehrlichere und schnellere Weg, mit dem eigentlichen Markenkern neu zu starten, statt die KI-Vorlage Stück für Stück zu „entgenerifizieren“. Was KI in diesem Prozess trotzdem gut kann Das heißt nicht, dass KI im Design nutzlos ist – im Gegenteil. Für erste Ideenfindung, schnelle Layout-Varianten zum Diskutieren oder als Ausgangspunkt für ein Kundengespräch ist sie ein enorm hilfreiches Werkzeug. Der entscheidende Unterschied liegt darin, ob KI als Ausgangspunkt für einen gestalterischen Prozess genutzt wird – oder als Endergebnis verkauft wird. Fazit Ein Plakat, das aussieht wie jedes zweite KI-generierte Plakat im Netz, ist kein Design – es ist ein Durchschnittswert. Echtes Branding entsteht dort, wo jemand versteht, wofür ein Unternehmen eigentlich steht, und das in eine unverwechselbare visuelle Sprache übersetzt. Genau das kann (noch) keine KI allein. beide Plakate auf pixexact .com gefunden
KI-gestützte Entwicklung: unser neues Leistungsfeld bei albuera design
Seit Jahren steht bei uns Corporate Design und Branding im Mittelpunkt – Marken sichtbar machen, Websites bauen, Kunden online präsent aufstellen. In den letzten Monaten ist bei uns intern aber ein zweites Standbein gewachsen, das wir ab jetzt auch nach außen sichtbar machen: KI-gestützte Tool-Entwicklung, oder wie man es heute oft nennt – Vibe Coding. Wie es dazu kam Design und Softwareentwicklung galten lange als getrennte Welten. Wer eine Website wollte, ging zur Agentur. Wer ein internes Tool brauchte – ein Kalkulationsprogramm, eine Aufmaß-App, eine digitale Planungstafel – musste sich an Entwickler oder teure Individualsoftware wenden. Durch den Einsatz moderner KI-Modelle in der Entwicklung ist diese Grenze für uns durchlässiger geworden. Prototypen, die früher Wochen gebraucht hätten, entstehen heute in Tagen. Dabei ist das für uns kein Neuland, sondern eine konsequente Fortsetzung: Wir waren schon immer technikaffin und können unsere Websites bis heute von Hand codieren. Schon als andere Agenturen noch bei QuarkXPress hingen, haben wir mit InDesign gearbeitet. Was das konkret bedeutet Wir bauen inzwischen für Kunden aus dem Handwerk digitale Werkzeuge, die ganz konkrete Alltagsprobleme lösen: Aufmaß direkt vor Ort erfassen und automatisch in ein fertiges Angebot verwandeln. Handschriftliche Notizen von der Baustelle in strukturierte Dokumente überführen. Abfotografierte Planungstafeln in übersichtliche, digitale Zeitpläne verwandeln, die sich laufend aktualisieren lassen. Das sind keine Standard-Softwarepakete von der Stange, sondern maßgeschneiderte Lösungen – entwickelt mit demselben Blick fürs Detail, den wir sonst in Logos und Websites stecken. Nur dass am Ende kein Bild, sondern ein funktionierendes Werkzeug steht. Warum wir das teilen Wir glauben, dass viele Betriebe – vom Handwerk bis zur Agentur – gerade jetzt spürbar Zeit und Nerven sparen könnten, wenn wiederkehrende Abläufe digital und intelligent unterstützt werden. Oft fehlt aber schlicht die Vorstellung davon, was heute schon möglich ist, oder der Zugang zu jemandem, der beides kann: die Anforderung verstehen und technisch umsetzen. Genau da wollen wir ansetzen. In den kommenden Wochen zeigen wir hier regelmäßig, woran wir arbeiten, was wir dabei lernen und wo KI im Design- und Entwicklungsalltag wirklich einen Unterschied macht.